Shopware 5 End of Life: deine Optionen und wie du wählst
Shopware 5 bekommt keine Updates mehr von der shopware AG. Was das in der Praxis bedeutet und wie du den richtigen nächsten Schritt für deinen Shop findest.
Was „End of Life“ für einen laufenden Shop bedeutet
Dein Shopware-5-Shop hört nicht an einem bestimmten Tag auf zu funktionieren. Was aufhört, ist die Wartung: keine Sicherheitsupdates mehr, keine Kompatibilität mit neueren PHP-Versionen und immer weniger Plugin-Hersteller, die ihre Erweiterungen pflegen.
In der Praxis entstehen daraus drei Risiken, die jeden Monat wachsen:
- Sicherheit. Neu entdeckte Schwachstellen in Shopware 5 oder seinen Abhängigkeiten werden nicht mehr offiziell behoben. Ein Shop verarbeitet Kundendaten und Zahlungen — das ist das wichtigste Risiko.
- Hosting. Hoster stellen alte PHP-Versionen ein. Irgendwann heißt „weiterlaufen lassen“: teures Legacy-Hosting oder ein nicht unterstützter Stack.
- Menschen und Plugins. Entwickler und Hersteller wechseln zu Shopware 6. Kleine Änderungen werden langsamer und teurer, defekte Plugins werden womöglich gar nicht mehr repariert.
Option 1: Wechsel zu Shopware 6
Für die meisten Shopware-5-Händler ist das der naheliegende Weg. Admin-Konzepte, Ökosystem und oft auch der Hosting-Partner bleiben vertraut, und Kunden behalten ihre Passwörter, weil Shopware 6 Shopware-5-Passwort-Hashes prüfen kann.
Aber sei dir im Klaren: Shopware 6 ist ein neues System, kein Update. Datenmodell, Plugin-System und Storefront sind anders. Rechne damit:
- Produkte, Kunden, Bestellungen und Preise mit dem offiziellen Migrationsassistenten plus eigenem Code für alles Nicht-Standardmäßige zu migrieren;
- jedes Plugin zu ersetzen oder neu zu bauen — viele Shopware-5-Plugins wurden nie portiert;
- das Theme für die Shopware-6-Storefront neu zu bauen (oder auf Headless zu gehen);
- jede alte URL per 301 auf ihr neues Gegenstück weiterzuleiten.
Wie wir das umsetzen, steht auf der Seite Migration Shopware 5 → 6.
Option 2: Wechsel zu Shopify
Wenn dein Team sich nicht wieder um Hosting, Updates und Plugin-Pflege kümmern will, lohnt sich ein Blick auf eine gehostete Plattform — besonders für B2C-Shops mit Standard-Checkout. Die Kehrseite: weniger Kontrolle über Checkout und Code, App- und Transaktionskosten und eine feste URL-Struktur. Siehe Shopware → Shopify.
Option 3: Vorerst auf Shopware 5 bleiben
Manchmal muss eine Migration wirklich warten — Hochsaison, Finanzierungsrunde, paralleles ERP-Projekt. Dann solltest du das Risiko bewusst senken: Server und PHP so aktuell halten, wie der Shop es zulässt, ungenutzte Plugins entfernen, eine Web Application Firewall vorschalten und einen Termin für die Migrationsentscheidung festlegen. Bleiben sollte ein Plan mit Enddatum sein, kein Dauerzustand.
Wie du entscheidest
Vier Fragen klären die meisten Fälle:
- Verkaufst du B2B oder hast du komplexe Preise? Dann passt Shopware 6 meist besser.
- Will dein Team Hosting und Code selbst verantworten? Wenn nicht, schau dir Shopify ernsthaft an.
- Wie viel individuelle Plugin-Logik gibt es? Je mehr, desto sinnvoller ein gleichwertiger Neuaufbau auf Shopware 6.
- Wo sind deine Kunden? Shopwares Ökosystem ist in Europa am stärksten, Shopifys global.
Unser Vergleich Shopify vs. Shopware geht ins Detail, und der Zeitplan-Rechner gibt eine erste Idee vom Aufwand.
Wo du anfängst
Beginne mit einer Inventur: genutzte Plugins, Integrationen, Template-Anpassungen und die URLs, die Traffic bringen. Diese Liste ist die Basis jeder Schätzung — und genau das, was die erste Phase eines Migrationsprojekts liefert. Den Rest deckt unsere Migrations-Checkliste ab — und wenn du es lieber abgeben willst, macht das Migrations-Assessment zum Festpreis daraus einen konkreten Plan mit Schätzung.
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